Es ist Donnerstag, der 4. Juli 2024 und wir sitzen in Abisko in der Sonne vor dem Gästehaus, in dem wir die letzte Nacht verbracht haben.
Die vorherige Nacht im Zug war sehr anstrengend. Wir haben insgesamt höchstens 3 Stunden geschlafen. Abwechselnd, die ersten 3 Stunden Nina über unsere beiden Sitze gekauert und dann ich. Immerhin kamen wir relativ pünktlich (so gegen 11:00 Uhr) in unserem Umstiegsbahnhof (Boden) an. Der Zug nach Abisko kam auch gleich, fuhr aber nicht ab. Nachdem wir 1 Stunde im stehenden Zug gesessen hatten, kam die Durchsage, dass wegen eines Vorfalls die Strecke nicht mehr befahrbar ist. Die Zuggesellschaft organisierte aus dem Stegreif einen Schienenersatzverkehr, der uns per Bus nach Gällivare brachte. Dort stiegen wir wieder in einen Zug, der uns weiter beförderte. Die nächste Haltestelle war Kiruna. Der Zug fuhr zunächst an der Stadt vorbei, mitten durch das weltgrößte Eisenerzbergwerk. Kurz darauf blieb der Zug auf offener Strecke plötzlich stehen. Nachdem ein Alarmton zu hören war, huschte der Schaffner etwas gestresst an uns vorbei nach hinten. Dann fuhr der Zug rückwärts bis in den Bahnhof von Kiruna. Nachdem die Leute, die am Bahnsteig gewartet hatten, in den Zug eingestiegen waren, stellt der Schaffner mittels einer Durchsage klar, dass dieser Zug nicht in Einfahrrichtung nach Stockholm fährt, sondern in die entgegensetzte Richtung nach Abisko. Daraufhin stiegen einige Passagiere wieder aus, und wir fuhren ohne einen weiteren Zwischenfall nach Abisko. Dort kamen wir mit einer Verspätung von circa 3 Stunden an. Wir fanden schnell ein Gästehaus, in welchem wir die Nacht angenehm verbrachten.
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