Es ist etwa 21:30 Uhr, wir sitzen in einer der Hütten von Alesjaure, des schwedischen Touristenverbandes.
Unser Entschluss gestern Abend, an unserer Kochstelle das Zelt aufzuschlagen, hat sich in der Nacht als sehr nützlich erwiesen. Wir hatten uns gerade schlafen gelegt als es heftig zu stürmen, später auch zu regnen anfing. Es stürmte so heftig, dass wir dachten, nicht einschlafen zu können. Aber als wir merkten, dass das Zelt dem Sturm standhält, fielen uns dann irgendwann doch die Augen zu.
Nach dem Aufstehen heute Morgen entschloss ich mich, mir heute einen schon lange gehegten Traum, in möglichst kaltes Wasser einzutauchen, zu erfüllen. Außerdem hatten wir es sowieso dringend nötig, uns zu waschen. Also gingen wir in den nahen See (Alesjavri). Nina bis zu ihren Knien, ich bis zum Hals. Danach war ich etwas unterkühlt und Nina hatte alle Mühe, mich im Schlafsack wieder warm zu bekommen. Es war also schon spät gegen Mittag, als wir unseren Platz im Sturm räumten. Wir gingen zum Bootssteg am See und fuhren mit Schwedens höchstgelegener Bootslinie unter Führung eines Eingeborenen (Samen) über den See zu den Hütten von Alesjaure.
Der Ruhetag hat unseren müden Muskeln gut getan.
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